Imprägnierung von Fassaden, Beton und Naturstein – Schutz mineralischer Baustoffe vor Feuchtigkeit
- 16. März
- 2 Min. Lesezeit
Mineralische Baustoffe wie Fassadenputz, Ziegel, Beton, Naturstein oder Pflasterflächen sind dauerhaft Witterungseinflüssen ausgesetzt. Regenwasser, Frost, Schmutz sowie biologischer Bewuchs können in die Porenstruktur dieser Materialien eindringen und im Laufe der Zeit zu Schäden führen.
Typische Folgen sind unter anderem Algen- und Moosbewuchs, Salzausblühungen, Frostabplatzungen oder oberflächliche Materialschäden. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu reduzieren und die Lebensdauer von Baustoffen zu erhöhen, werden im Bautenschutz häufig Imprägnierungssysteme eingesetzt.
Wirkungsweise von Imprägnierungen
Im Gegensatz zu Beschichtungen, die eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche bilden, dringen Imprägnierungen in der Regel tief in die Porenstruktur des Baustoffs ein. Dort verändern sie die Eigenschaften der Kapillaren und reduzieren die Aufnahme von Wasser.
Gleichzeitig bleiben die behandelten Oberflächen diffusionsoffen, sodass vorhandene Feuchtigkeit weiterhin aus dem Baustoff austreten kann. Diese Eigenschaft ist besonders bei mineralischen Baustoffen von Bedeutung, da sie weiterhin atmungsaktiv bleiben.
Einsatzbereiche
Imprägnierungen werden vor allem bei saugfähigen mineralischen Baustoffen angewendet. Dazu zählen beispielsweise:
Fassadenputz und Ziegelmauerwerk
Betonflächen
Natursteinoberflächen
Dachziegel
Pflaster- und Gehwegflächen
Durch die Behandlung wird die Oberfläche wasserabweisender, während gleichzeitig Verschmutzungen und biologischer Bewuchs reduziert werden können.
Unterschiede zwischen verschiedenen Systemen
Je nach Produkt unterscheiden sich Imprägnierungen in ihrer Haltbarkeit, Diffusionsfähigkeit und Schutzwirkung.
Neben klassischen Wasserglas-Imprägnierungen oder filmbildenden Systemen werden auch mineralische Lösungen eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist das System NCT HYDRO, das auf einer Wasserglas-Technologie basiert und tief in die Porenstruktur von Beton oder anderen mineralischen Baustoffen eindringen kann.
Als alternative Methode wird teilweise auch ein mineralischer Kristallputz eingesetzt, der direkt im Mauerwerk wirkt und die kapillare Wasseraufnahme reduziert.
Vorteile einer fachgerechten Imprägnierung
Eine fachgerecht ausgeführte Imprägnierung kann verschiedene positive Effekte für mineralische Baustoffe haben:
Reduktion der Wasseraufnahme
geringere Bildung von Algen und Moosen
erhöhte Frost- und Tausalzbeständigkeit
Verringerung von Ausblühungen
längere Lebensdauer der behandelten Bauteile
Anwendung
Vor der Imprägnierung müssen die Oberflächen in der Regel gereinigt und von Verschmutzungen oder biologischen Ablagerungen befreit werden. Anschließend wird das Imprägniermittel je nach System mit Sprühgerät, Rolle oder Pinsel aufgetragen.
Die Schutzwirkung setzt meist innerhalb weniger Stunden ein, während sich die vollständige Wirkung nach etwa 24 bis 48 Stunden entfaltet.
Fazit
Imprägnierungen stellen eine häufig eingesetzte Maßnahme im Bautenschutz dar, um mineralische Baustoffe vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen zu schützen. Durch die Behandlung kann das Eindringen von Wasser reduziert werden, während die Diffusionsfähigkeit der Materialien erhalten bleibt.
Je nach Bauwerk und Anwendungsbereich kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz, darunter auch mineralische Lösungen wie NCT HYDRO, die tief in die Porenstruktur von Baustoffen eindringen und deren Wasseraufnahme verringern können.
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