Baudenkmal-Restaurierung – Mauertrockenlegung bei historischen Gebäuden
- 25. März
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Historische Gebäude sind häufig durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, Salzbelastungen und Putzschäden beeinträchtigt. Besonders im Bereich des Denkmalschutzes stellt die Sanierung solcher Schäden eine Herausforderung dar, da viele konventionelle Methoden aufgrund von Eingriffen in die Bausubstanz nicht zulässig sind.
Typische Schadensbilder umfassen durchfeuchtetes Mauerwerk, Ausblühungen, geschädigte Fugen sowie mikrobiellen Bewuchs. Diese Faktoren können langfristig sowohl die Optik als auch die statischen Eigenschaften der Bauwerke beeinträchtigen.
Praxisbeispiele aus Österreich
Im Rahmen verschiedener Sanierungsprojekte wurden mineralische Verfahren zur Feuchtereduktion bei denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt. Die folgenden Maßnahmen wurden durch die Firma NCT – Mauertrockenlegung umgesetzt:
Schloss Schönbrunn, Wien
Mauertrockenlegung auf einer Fläche von rund 2.400 m² im Erdgeschossbereich. Die Sanierung erfolgte unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen ohne invasive Eingriffe in die historische Substanz.

Universalmuseum Joanneum & Künstlerhaus, Graz
Sanierung historischer Wandaufbauten unter Einhaltung strenger Vorgaben des Denkmalschutzes. Die Maßnahmen zielten auf eine Reduktion der Feuchtigkeitsbelastung bei gleichzeitigem Erhalt der bestehenden Struktur ab.

Schloss Petronell

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Dazu kommen noch weitere Projekte an öffentlichen und privaten Baudenkmälern. Diese Beispiele verdeutlichen den praktischen Einsatz mineralischer Sanierungssysteme bei historischen Gebäuden.
Technischer Ansatz
Bei den genannten Projekten wurden Verfahren eingesetzt, die auf eine Veränderung der Kapillarstruktur im Mauerwerk abzielen. Dabei dringen mineralische Stoffe in die Poren des Baustoffs ein und können die Wasseraufnahme reduzieren.
Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte Kristallisationstechnologie, welche die NCT verwendet, bei der sich im Mauerwerk Strukturen bilden, die die Bewegung von Feuchtigkeit beeinflussen. Die behandelten Oberflächen bleiben dabei in der Regel diffusionsoffen, sodass vorhandene Feuchtigkeit weiterhin austreten kann.
Einordnung
Im Vergleich zu klassischen Methoden wie Injektionen oder dichten Beschichtungssystemen können mineralische Verfahren insbesondere bei denkmalgeschützten Bauwerken eine geeignete Alternative darstellen, da sie ohne tiefgreifende Eingriffe in die Substanz auskommen.
Fazit
Die Praxisbeispiele zeigen, dass mineralische Sanierungssysteme unter bestimmten Voraussetzungen auch bei denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt werden können. Die Wahl der geeigneten Methode hängt dabei von den jeweiligen bauphysikalischen Anforderungen sowie den Vorgaben der Denkmalpflege ab.




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