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Aerogel in Bauputzen und Beschichtungssystemen

  • 23. Feb.
  • 1 Min. Lesezeit

Aerogel gilt heute als der leistungsfähigste bekannte Wärmedämmstoff und zugleich als einer der leichtesten festen Werkstoffe, die jemals in der Materialforschung entwickelt wurden. Seine Struktur besteht zu über 90–95 % aus Luft, eingeschlossen in ein nanoporöses Silikatnetzwerk. Daraus resultiert eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit (λ).

Aufgrund dieser Eigenschaften findet Aerogel zunehmend Anwendung in:


  • wärmedämmenden Putzen,

  • Sanier- und Dünnschichtsystemen,

  • der denkmalgerechten Sanierung, bei der minimale Schichtdicken entscheidend sind.



Für das Bauwesen relevante Eigenschaften von Aerogel


  • sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit (λ ca. 0,013–0,020 W/mK für reines Aerogel),

  • extrem geringe Rohdichte,

  • hohe Diffusionsoffenheit bei gleichzeitiger Reduktion von Konvektion,

  • Beständigkeit gegenüber Alterung, UV-Strahlung und biologischen Einflüssen,

  • Einsatzmöglichkeit in sehr dünnen Schichten (Millimeter bis wenige Zentimeter).


Technologische Herausforderungen


Trotz seiner hervorragenden physikalischen Eigenschaften ist der breite Einsatz von Aerogel im Bauwesen derzeit noch eingeschränkt durch:

  • hohe Produktionskosten,

  • energieintensive Herstellungsverfahren,

  • begrenzte Skalierbarkeit der Produktion,

  • die Notwendigkeit der Anpassung an bauaufsichtliche Zulassungen und Normen.


Rolle des ÖBI Instituts

Das ÖBI Institut begleitet und unterstützt zwei Hersteller von aerogelbasierten Putzen im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit dem Fokus auf:


  • Optimierung der Herstellungsprozesse von Aerogel,

  • Reduktion der Produktionskosten,

  • Sicherstellung reproduzierbarer Materialqualität,

  • Zertifizierung von aerogelbasierten Putzen und Farben gemäß europäischen Normen.


Ziel dieser Arbeiten ist es, Aerogel wirtschaftlich tragfähig und technisch zuverlässig für eine breitere Anwendung im Hoch- und Sanierungsbau nutzbar zu machen.






 
 
 

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